Geplantes Gesetz muss das Wohl der betroffenen Kinder berücksichtigen

Freiburg, 22.02.2017 - 21 Verbände und Organisationen fordern, dass im Rahmen des Gesetzesvorhabens „zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ das Wohl der betroffenen Kinder vorrangig berücksichtigt wird. Die Organisationen warnen davor Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien in Deutschland Asyl suchen, zeitlich unbegrenzt in Erstaufnahmeeinrichtungen unterzubringen. Die Erstaufnahme ist für die kurzfristige Erstunterbringung konzipiert und ist daher nicht darauf ausgelegt, Kinder und Familien in der sozialen, schulischen und Arbeits-Integration zu unterstützen. Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte bieten selten kindgerechte Räume und Aktivitäten an. Außerdem sind Kinder in Massenunterkünften exponiert für Personen zugänglich, die gezielt oder aus der Gelegenheit heraus Kinder missbrauchen oder ausbeuten. ECPAT sieht hier weitere Schutzlücken für Kinder entstehen.

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Launch der internationalen ReAct-Studie „Better support, better protection“

Freiburg, 27.1.2017 - ECPAT Deutschland unterstützte aktiv die dreitägige Konferenz in Leiden, Niederlande vom 18. - 20.01.2017. Neben zentralen Inhalten wie die Rolle von AnwältInnen und Vormündern in der Unterstützung von minderjährigen Opfern von Menschenhandel wurden die Ergebnisse der ReAct-Studie "Better support, better protection" vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass viele Kinder, die Opfer von Menschenhandel wurden, nicht identifiziert werden. Die Konferenz fand im Rahmen des aktuellen von der EU finanzierten Projektes "Reinforcing Assistance to Child Victims of Trafficking" statt und zielte auf eine Sensibilisierung von AnwältInnen und Vormünder für eine verbesserte Unterstützung von betroffenen Kindern. Aus Deutschland kamen die Teilnehmenden aus den Berufsfeldern Polizei, Beratungsstellen und Justiz.

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