Make-IT-Safe - Peer Expert Training Project

Neues Infoportal www.make-it-safe.net

Das tablet- und smartphonefähige Infoportal www.make-it-safe.net informiert zum sicheren Umgang mit dem Internet und zu Online-Risiken wie Sexting, Grooming und Cyber-Mobbing.

Projektvorstellung

Make-IT-Safe ist ein internationales EU-Projekt, das ECPAT Deutschland e.V. in Kooperation mit vier anderen ECPAT Gruppen (Österreich, Belgien, der Niederlande und Großbritannien) durchführt und bei dem es die internationale Projektleitung inne hat. Im Januar 2013 gestartet und im Dezember 2014 auslaufend, richtet sich Make-IT-Safe an junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren, um sie für Chancen und Risiken der neuen Medien zu sensibilisieren und über Hilfestellungen und Auswege zu informieren, damit sie sich sicher im Netz bewegen können. Der thematische Fokus liegt hierbei vor allem auf Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming und der Sicherheit der Privatsphäre.

Eine Besonderheit des Projektes ist die angewandte Methodik, die im Peer-to-Peer Prinzip besteht. So werden Jugendliche zu Peer Experts ausgebildet, die dann anderen Jugendlichen die Thematik näher bringen und sie über Gefahren und Risiken des Internets aufklären sollen. Die Peer-Experts werden hierbei durch Coaches unterstützt, die ihnen bei Problemen und mit Ratschlägen zur Seite stehen.

Darüber hinaus existiert im Rahmen des Projektes in Deutschland eine ExpertInnengruppe aus 10 Personen, die sich unter anderem aus Polizei, Staatsanwaltschaft, Pädagoginnen, Forensik, IT, Kinderschutzorganisationen und SozialarbeiterInnen zusammensetzt und mit der ECPAT in regelmäßigem Kontakt steht, um sie für fachbezogene Themen zu Rate zu ziehen.

Finanziert durch das Daphne-Programm der EU, erstreckt sich das Make-IT-Safe Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren, von 2013 bis 2014, mit insgesamt 90 teilnehmenden Peer Experts und 45 Coaches.

Nationale Kooperationspartner

Insgesamt arbeitet ECPAT Deutschland mit 8 nationalen Kooperationspartnern zusammen, die sich aus Schulen, Jugendgruppen und Mitgliedsorganisationen zusammen setzen, sodass während des zweijährigen Projektes 20 Peer Experts und 9 Coaches ausgebildet werden.

Grundlagenworkshops

Im Jahr 2013 wurden in drei deutschen Städten (Freiburg,  Düsseldorf und Berlin) die Grundlagen-Workshops zu Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming durchgeführt, um die Peer Experts und ihre Coaches auf ihre Rollen und Aufgaben als Experten der neuen Medien vorzubereiten. Die Workshops wurden von einem erfahrenen Trainerteam (Sozialarbeiter, Forensikerin), sowie von einer ECPAT Mitarbeiterin konzipiert und durchgeführt.

 

 

Die Peer Experts stellen im Grundlagenworkshop ihre Motivation dar, warum sie mit dem Thema Internetsicherheit arbeiten wollen
Standfestigkeit im Internet, ist eine der Motivationsgründe der Peer Experts, sowie auch Interesse am Thema und einfach die Lust dabei zu sein.
Was macht man im Internet öffentlich und was bleibt privat?
Das Internet birgt viele Chancen, aber leider auch ebenso viele Risiken.

Das internationale Treffen: Make-IT-Safe in Berlin - Aktiv gegen Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming

Die internationale  Tagung am 07./08.02.2014 in Berlin bringt insgesamt 30 Jugendliche (Peer Experts), deren Betreuer (Coaches) und ExpertInnen aus fünf Ländern zusammen, um sich über Erfahrungen und Aktivitäten im Rahmen des Peer-to-Peer Projekts auszutauschen.

Das zweijährige  EU-Projekt "Make-IT-Safe" hat die Halbzeit erreicht und ECPAT Deutschland e.V. hat in Kooperation mit  terre des hommes Deutschland e.V.  anlässlich des "Safer Internet Day" am Dienstag, den 11.2.2014 zu einer internationalen Tagung in Berlin-Spandau eingeladen.

Die meist diskutierten Themen waren die Auswirkungen von Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming auf die junge Generation und wie die Jugendlichen als Peer Experten Gleichaltrige über diese Gefahren in den neuen Medien informieren können.  Die Teilnehmenden informierten sich gegenseitig über wirksame und interessante Methoden, wie man die Themen anderen näher bringen kann.

Darüber hinaus teilten namenhafte ExpertInnen wie John Carr, Experte für Internetsicherheit aus England und Mitbegründer des europäischen Netzwerkes eNASCO und Julia von Weiler, Psychologin und Geschäftsführerin von Innocence in Danger e.V. ihr Fachwissen mit den Jugendlichen und den Coaches. In interaktiven Inputs wurden über die aktuellen Trends in der Online Welt und die Erkennung von möglichen Betroffenen von Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming informiert und über ein respektvolles und angemessenes Verhalten seitens der Peer Experten diskutiert.

Neben den oben genannten Teilnehmenden haben die beteiligten ECPAT Gruppen aus den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und Belgien an dem Treffen unterstützend teilgenommen.  

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Das nationale Treffen in Berlin

Vom achten auf den neunten Februar fand in Berlin das nationale Make-IT-Safe Treffen statt. Es war das erste Mal, dass sich alle Peer Experts und Coaches von Make-IT-Safe aus Deutschland trafen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen für ihre Arbeit für das Jahr 2014 zu sammeln. So lag der Schwerpunkt dieses Mal vor allem auf dem besseren Kennenlernen aller deutschlandweit Beteiligten am Make-It-Safe Projekt und dem gegenseitigen Austausch über ihre geplanten und schon durchgeführten Aktivitäten.

 

  

Elterninformationsveranstaltung

ECPAT Deutschland e.V. nutzte das Stadtteilfest Vauban in Freiburg am Samstag, den 19. Juli 2014 von 17 Uhr - 20 Uhr, dazu, Eltern, Kinder und Jugendliche über das Make-IT-Safe Projekt und die Themen Internetsicherheit, Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming zu informieren.

Mitarbeiterinnen von ECPAT Deutschland e.V. und Studentinnen der Angell Akademie Freiburg betreuten den Informationsstand und standen Rede und Antwort.

Daneben wurde für Groß und Klein am ECPAT-Stand ein spannendes Unterhaltungsprogramm geboten: Puzzle puzzeln und Bilder malen zum Thema Kinderschutz, ein Quiz zum ECPAT eigenen Mini-Lexikon zu den Themen Internetsicherheit, Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming und ein zweifach vorgeführtes Theaterstück zu der Problematik Cyber-Mobbing und Lösungsansätzen, einhergehend mit einer Erklärung und Information zu dem Make-IT-Safe Projekt mit dem Fokus auf der Rolle der Peer-ExpertInnen.

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ECPAT kooperiert mit law4school, um Jugendliche über Gefahren im Internet zu informieren

Am 29. September 2014 nahmen erstmalig Schulen aus dem Make-IT-Safe Projekt an dem 90-minütigen Webinar zu den Themen Datenschutz, Recht am eigenen Bild und Cyber-Mobbing teil. Gesa Stückmann, Rechtsanwältin und Gründerin von "law4school" klärt Schulklassen bundesweit live aus Ihrer Kanzlei über rechtliche Fragen bezüglich neuer Medien auf. Schüler, Lehrer und Eltern können an den Webinaren von law4school teilnehmen und über Mikrofon direkt Fragen an Gesa Stückmann stellen. Ziel ist die Thematik auch nach Beendigung des Projektes an den Schulen präsent zu halten und bundesweit an die Schulen zu bringen. http://www.law4school.de/

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Deutschlandweites Abschlusstreffen in Köln

Am Wochenende (31.10.- 02.11.14)  fand das deutschlandweite Abschlusstreffen des Make-IT- Safe Projektes in Köln statt. Peer Experts und Coaches tauschten sich über die Umsetzung ihrer gesteckten Ziele aus und erprobten neue Methoden, um auch nach erfolgreichem Abschluss des Projektes ihr Wissen weiterzugeben. Neben Austausch und konzentriertem Arbeiten lernten die Jugendlichen und Coaches Köln von seiner schönsten Seite kennen und bewiesen Teamgeist beim gemeinsamen Bowlen. Wir danken allen Teilnehmenden für ihren wertvollen Einsatz und ihr ausgezeichnetes Engagement! Auch in den anderen im Make-IT-Safe Projekt beteiligten Ländern finden derzeit die nationalen Abschlusstreffen statt, da das von der EU finanzierte Peer-to-Peer Projekt im Dezember 2014 endet.

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Abschlusstreffen Make-IT-Safe in Brüssel

Freiburg, 21.11.2014 - Jugendliche aus den Niederlanden, Österreich, Belgien, Großbritannien und Deutschland trafen sich zum Austausch über ihre Erfahrungen mit  Gewalt und sexueller Gewalt  im Internet und notwendigen Präventionsmaßnahmen am 17. und 18. November 2014 in Brüssel.   Themen  wie Cyberbulling, Cybermobbing und Sexting standen auf der Tagesordnung der Abschlusskonferenz des zweijährigen EU-Projekts Make-IT-Safe Peer-Expert, das die ECPAT Gruppen in fünf Ländern durchführten. VertreterInnen der EU-Kommission und des Europarates sowie Online-ExpertInnen und MedienpädagogInnen stellten sich den Fragen der Jugendlichen und ihrer BetreuerInnen. Die Jugendlichen kritisierten, dass die Schulen kaum Unterstützung bei Cybergrooming bieten und forderten, dass konsequenter gegen Täter ermittelt wird und die Politik nicht  nur von den  Jugendlichen verantwortliches Handeln fordert. Die Betreiber der Internetplattforen sollten stärker in die Pflicht genommen werden z.B. besser sichtbare Warnhinweise zu möglichen Risiken im Internet z.B. auf sozialen Netzwerken zu geben.

Die teilnehmenden Jugendlichen haben als online ExpertInnen an ihren Schulen und ihren Jugendzentren Gleichaltrige über die Problematik informiert und dazu unterschiedlichste  Aktionen durchgeführt. Aufklärung und Information der Eltern war den Jugendlichen wichtig. Im Rahmen des Projektes haben die Jugendlichen zusammen mit den Partnergruppen Elternabende oder Elterngespräche zur Aufklärung und Information über sexuelle Gewalt im Internet durchgeführt. 

Da das Projekt bereits im Dezember 2014 endet, ging es bei der Konferenz auch darum, wie die Jugendlichen und die BetreuerInnen an den jeweiligen Schulen und Jugendzentren die Arbeit fortführen können.

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"Safer Internet Day" unter dem Motto "Gemeinsam für ein besseres Internet"

Freiburg, 10. Februar 2015 - Anlässlich des siebten "Safer Internet Days" betont ECPAT die Wichtigkeit, Kinder und Jugendliche in die Präventionsarbeit zu möglichen Gefahren im digitalen Netz mit einzubeziehen. Die meisten Kinder und Jugendlichen bewegen sich täglich im Internet - informieren sich, nutzen soziale Medien, schauen Filme und hören Musik - und sind somit vielen Erwachsen einen Schritt voraus!

Das Make-IT-Safe EU-Projekt hat gezeigt, dass die Jugendlichen motiviert sind, Gleichaltrige über die bekannten Risiken von Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming und Sexting zu informieren. "Es ist wichtig, die Jugendlichen ernst zu nehmen! Wenn Jugendliche sich gegenseitig informieren, hören sie sich gegenseitig zu und es ist eine sehr wertvolle Erfahrung für die persönliche Weiterentwicklung und das Selbstbewusstsein" so eine Lehrerin, die einige Jugendliche während des Projekts unterstützt hat.

Auch der kürzlich veröffentlichte Bericht der UN "Releasing Children's Potential and Minimizing Risks - ICTs, the Internet and Violence against Children" zeigt auf, dass "Kinder und Jugendliche der rasanten Entwicklung der digitalen Medien gewachsen sind und dass sie nicht nur stumme Empfänger von Informationen sind, sondern engagierte und aktive Teilnehmende der Online Welt".

Zudem verweist ECPAT heute nochmals auf den im Rahmen des Projekts entstandenen Elternflyer "Online Verhalten von Kindern und Jugendlichen - Tipps für Eltern" , welcher in 9 Sprachen auf unserer Homepage  kostenlos verfügbar ist.

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